769: Italien – Deutschland 4:1

(Mittwoch, 1. März 2006)
Im 28. Duell der beiden dreimaligen Weltmeister Italien und Deutschland seit 1923 setzte es die 13. Niederlage (bei sieben Siegen und acht Unentschieden) für die DFB-Auswahl.

Nie zuvor allerdings war Deutschland derart chancenlos wie beim 1:4 (0:3) in Florenz. Es war zugleich die höchste Niederlage aller Zeiten gegen den Erzrivalen, den die deutsche Elf zuletzt vor elf Jahren besiegte.

Zugleich leistete die Elf von Trainer Jürgen Klinsmann drei Monate vor Beginn der Weltmeisterschaft ihren Offenbarungseid. Sie war den Gastgebern in jeder Beziehung haushoch unterlegen und lieferte eine der schwächsten Vorstellungen ab, die man seit einem halben Jahrhundert von einer deutschen Auswahl gesehen hat.

Im Endeffekt war das Ergebnis sogar noch schmeichelhaft, denn in der letzten halben Stunde spielten die "Azzurris", ohne ihre verletzten Stars Totti, Vieri und Gattuso, mit einer 4:0-Führung im Rücken nur noch mit angezogener Handbremse. Die deutsche Defensive war ein Torso, im Spiel nach vorn lief gar nichts. Das Ehrentor durch Robert Huth entsprang einer Zufallsaktion nach einem Eckball.

Italien: Buffon – Zaccardo, Nesta (81. Materazzi), Cannavaro, Grosso – Camoranesi (89. Pasqual), Pirlo (74. Barone), de Rossi, del Piero (81. Iaquinta) – Gilardino (64. Perrotta), Toni
Deutschland: Lehmann – Friedrich, Mertesacker (46. Metzelder), Huth, Lahm – Deisler, Frings (68. Borowski), Ballack, Schneider (68. Schweinsteiger) – Podolski (46. Asamoah), Klose
Tore: 1:0 (4.) Gilardino, 2:0 (7.) Toni, 3:0 (39.) de Rossi, 4:0 (57.) del Piero, 4:1 (82.) Huth
Schiedsrichter: Iturralde Gonzalez (Spanien)
Zuschauer: 28.317
Gelbe Karten: Nesta – Frings, Ballack

(tc)