781: Deutschland – Schweden 3:0

(Mittwoch, 16. August 2006)
Der neue Bundestrainer Joachim Löw ist mit einem 3:0 (3:0) über Schweden in seine Amtszeit gestartet. Mit diesem Sieg vor 53.000 Zuschauern in der ausverkauften Gelsenkirchener Veltins-Arena verzeichnet die DFB-Auswahl zum erstenmal eine positive Länderspielbilanz gegen die Skandinavier. 14 Siegen stehen jetzt 13 Niederlagen bei 6 Unentschieden gegenüber.

Damit bleibt Franz Beckenbauer der bislang einzige Bundestrainer, der mit einer Niederlage seine Ägide begann. Der spätere Weltmeister-Coach von 1990 verlor am 12. September 1984 in Düsseldorf sein Debüt gegen Argentinien mit 1:3.

Es war der erste Sieg in Gelsenkirchen seit 14 Jahren (1:0 über die Türkei) und damit auch der erste in der Veltins-Arena überhaupt. Die Gesamtbilanz aller 12 Spiele: 7 Siege, 3 Unentschieden, 2 Niederlagen.

Löw musste auf die verletzten WM-Stammkräfte Ballack, Mertesacker und Metzelder verzichten. Dafür feierten Manuel Friedrich vom FSV Mainz 05 und Malik Fathi von Hertha BSC ihr Länderspieldebüt.

Die deutsche Elf begann schwungvoll, spielfreudig und legte einen ähnlichen Blitzstart hin, wie knapp zwei Monate zuvor im WM-Achtelfinale gegen den gleichen Kontrahenten. Die Tore in der überragenden ersten Halbzeit teilten sich die beiden besten Spieler auf dem Platz. Bereits nach vier Minuten nutzte Kapitän Bernd Schneider eine Hereingabe von Tim Borowski zu seinem zweiten Tor im 72. Einsatz. Nur vier Minuten später tanzte Miroslav Klose die gesamte schwedische Innenverteidigung aus und vollendete mit dem Außenrist zum 2:0. Das 3:0 ging per Kopfball nach Flanke von Bastian Schweinsteiger (44.) ebenfalls auf das Konto des Bremers, der damit seine Länderspieltreffer 30 und 31 markierte.

In der zweiten Halbzeit erlahmte der deutsche Spielwitz. Zunehmende Müdigkeit und sechs Auswechslungen taten ihr Übriges. Gleichwohl waren die schwachen Schweden, die ohne ihre Stars Ljungberg, Ibrahimovic, Edman, Mellberg und Stammkeeper Isaksson anreisten, nicht in der Lage, daraus Kapital zu schlagen. Die deutsche Defensive gestattete den Gästen nicht eine einzige zwingende Torchance. Für das DFB-Team vergab der sehr agile Borowski die besten Gelegenheiten nach dem Wechsel. Zunächst scheiterte er mit einem Fernschuss an Torhüter Shabaan (63.), wenig später verzog er freistehend aus 14 Metern.

Deutschland: Lehmann – Lahm, A. Friedrich (46. M. Friedrich), Nowotny, Jansen (46. Fathi) – Schneider (82. Odonkor), Frings (74. Hitzlsperger), Borowski, Schweinsteiger – Klose (46. Neuville), Podolski (64. Asamoah)
Schweden: Shaaban – M. Nilsson (73. Bakircioglü), Antonsson, Hansson, Stenman – Alexandersson, Linderoth (70. D. Andersson), Källström, Wilhelmsson (67. Rosenberg) – A. Svensson, Elmander (83. Berglund)
Tore: 1:0 (4.) Schneider, 2:0 (8.) Klose, 3:0 (44.) Klose
Schiedsrichter: Stefano Farina (Italien)
Zuschauer: 53.000
Gelbe Karten: Podolski / A. Svensson

(tc)