922: San Marino – Deutschland 0:8

(Freitag, 11. November 2016) In der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland schloss die deutsche Nationalmannschaft das Jahr 2016 mit der Maximalausbeute von zwölf Punkten aus vier Spielen ab. Zwergstaat San Marino stellte allerdings für den amtierenden Weltmeister keine wirkliche Herausforderung dar. Vor 3.800 Zuschauern im nur halb gefüllten Stadio Olimpico von Serravalle besiegte die DFB-Elf den Gastgeber deutlich mit 8:0 (3:0).

Bundestrainer Löw verzichtete auf Özil und musste außerdem aus Verletzungs- oder Krankheitsgründen Neuer, Boateng, Kroos, Draxler, Schürrle und Brandt
ersetzen. Auch ohne die Stammspieler war die DFB-Auswahl dem aktuellen 201. der Weltrangliste von Beginn an hochüberlegen und ließ zu keiner Sekunde Zweifel am Sieg aufkommen. Bereits nach neun Minuten hieß es durch Khedira (7.) und Debütant Gnabry (9.) 0:2.

Danach legte die DFB-Elf den Schongang ein und ließ im Spiel nach vorn Zielstrebigkeit und Konsequenz vermissen. Auch im Defensivverhalten schlich sich gelegentlich der Schlendrian ein, so dass der krasse Außenseiter in der ersten halben Stunde sogar einige Male in der Nähe des deutschen Tores auftauchte. Nur noch einmal klingelte es im Kasten der Gastgeber, als Hector plötzlich in Mittelstürmerposition auftauchte und zum 0:3 einschob (32.).

In der zweiten Halbzeit dauerte es bis zur 58. Minute, ehe Gnabry zum 0:4 einnetzte. Durch ihren völligen Verzicht auf Flügelspiel hatte die deutsche Mannschaft den Gastgebern das Verteidigen bis zu diesem Zeitpunkt allerdings auch sehr, sehr leicht gemacht. Nach einer Stunde ließen die Kräfte bei San Marino spürbar nach, Deutschland kam nahezu im Minutentakt zu Torchancen und die Treffer fielen wie reife Früchte. Hector (65.) erhöhte auf 0:5 und Gnabry schnürte seinen Dreierpack zum 0:6 (76.). Ein Eigentor von Stefanelli (82.) führte zum 0:7, Volland (85.) traf zum 0:8-Endstand.

Ohne auch nur ansatzweise gefordert zu werden, fuhr die deutsche Mannschaft einen klaren und ungefährdeten Sieg ein. Die Bestnote in der DFB-Auswahl verdiente sich der sehr ehrgeizige und agile Debütant Serge Gnabry.

San Marino: A. Simoncini – Palazzi, Cesarini, D. Simoncini, F. Vitaioli, Berardi – Zafferani (83. Brolli), Gasperoni, Tosi (59. Domeniconi), M. Vitaioli (90.+1 Hirsch) – Stefanelli
Deutschland: Deutschland: ter Stegen – Henrichs, Hummels, Hector – Khedira (77. Goretzka), Kimmich – Müller, Götze (71. Meyer), Gündogan, Gnabry – Gomez (71. Volland)
Tore: 0:1 (7.) Khedira, 0:2 (9.) Gnabry, 0:3 (32.) Hector, 0:4 (58.) Gnabry, 0:5 (65.) Hector, 0:6 (76.) Gnabry, 0:7 (82.) Stefanelli (Eigentor), 0:8 (85.) Volland
Schiedsrichter: Artyom Kuchin (Kasachstan)
Zuschauer: 3.800
Gelbe Karten: M. Vitaioli / –

STATISTIK:

  • Auch das dritte Länderspiel gegen San Marino seit 2006 gewann die deutsche Nationalmannschaft deutlich.
  • Zum zweiten Mal spielte die DFB-Auswahl in Serravalle. Dort war ihr am 6. September 2006 mit 13:0 der zweithöchste Sieg der deutschen Länderspielgeschichte gelungen (nach dem 16:0 über Russland bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm).
  • In den letzten zwölf Länderspielen seit Juni 2016 blieb die deutsche Nationalmannschaft zehn Mal ohne Gegentor.
  • Zum 8. Mal in ihrer Länderspielgeschichte erzielte die deutsche Nationalmannschaft acht Treffer in einem Spiel; zuletzt am 1.6.2002 (8:0 in der WM-Vorrunde gegen Saudi-Arabien in Sapporo). Vier Mal schoss Deutschland neun Tore in einem Spiel, vier Spiele endeten mit zweistelligen Siegen.
  • Serge Gnabry und Benjamin Henrichs sind die DFB-Nationalspieler 925 und 926 und die Debütanten 84 und 85 in der Amtszeit von Bundestrainer Joachim Löw.
  • Frühere Länderspiele am 11. November:
    11.11.2011 in Kiew: Ukraine – Deutschland 3:3 (Freundschaftsspiel)

(tc)